Unfall als Geschädigter – was tun?

Erleidet man einen Unfall als Geschädigter, ist professionelle Hilfe sehr sinnvoll

Ist man in einen Unfall als Geschädigter verwickelt, muss der Schaden durch den Unfallgegner bzw. seine Versicherung ersetzt werden. Die beiden genannten Parteien haben naturgemäß kein Interesse daran, dass der Geschädigte möglichst viel Schadensersatz bekommt.

Überlässt man daher als Geschädigter die Unfallabwicklung der gegnerischen Versicherung, verzichtet man schnell unnötig auf Geld.

Professionelle Hilfe bei einem Unfall als Geschädigter

Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich professioneller Hilfe bei einem Unfall als Geschädigter zu bedienen. Vorteilhaft ist zudem, dass diese Helfer häufig das Unfallopfer nichts kosten, da ihre Leistungen von der gegnerischen Versicherung bezahlt werden müssen.

Deutscher Schadendienst

Der Deutsche Schadendienst ist ein solcher professioneller Helfer. Er kümmert sich deutschlandweit darum, alles zu organisieren und zu koordinieren, was Unfallopfer nach einem Verkehrsunfall benötigen.

Unfallgeschädigte können einfach und komfortabel die Unfallmeldung über das Internet abgeben. Anschließend meldet sich ein Mitarbeiter des Deutschen Schadendienstes und bespricht das weitere Vorgehen. Abhängig vom jeweiligen Einzelfall organisiert der Deutsche Schadendienst sodann

  • KFZ-Gutachter
  • Werkstatt
  • Rechtsanwalt
  • Ersatzfahrzeug
  • und im Einzelfall weitere Leistungen.

Für den Geschädigten besteht dabei kein Kostenrisiko.

UNFALLHELDEN

In der gleichen Weise funktioniert die Schadenabwicklung über den TÜV zertifizierten deutschlandweiten Dienstleister UNFALLHELDEN. Auch dort besteht die Möglichkeit, einen Unfall einfach und komfortabel über die Internetseite zu melden.

Im Anschluss werden alle Leistungen organisiert und koordiniert. UNFALLHELDEN trägt dabei dafür Sorge, dass Unfallgeschädigte mit keinerlei Kosten belastet werden und ihren Schadensersatz in vollem Umfang erhalten.

Warum bei einem Unfall als Geschädigter die folgenden Leistungen sinnvoll sind

Gutachter für Schadenumfang und Schadenshöhe

Als erstes muss der Schaden beziffert und dokumentiert werden. Das erfolgt sinnvoller Weise durch ein Unfallgutachten eines unabhängigen Sachverständigen. Der Gutachter stellt fest, welche Schäden am KFZ entstanden sind, dokumentiert sie durch Lichtbilder und kalkuliert, wie hoch die voraussichtlichen Reparaturkosten sind.

Zudem ermittelt der Gutachter eine eingetretene Wertminderung, sofern eine solche entstanden ist.

Gutachten beim (wirtschaftlichen) Totalschaden

Bei einem wirtschaftlichen Totalschaden ermittelt der Sachverständige ebenfalls die Reparaturkosten, zusätzlich aber auch den sog. Wiederbeschaffungswert und den Restwert, den das Fahrzeug aufweist. Ist die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert niedriger, als die ermittelten Reparaturkosten, spricht man von einem wirtschaftlichen Totalschaden.

In dem Fall muss die gegnerische Versicherung die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert als Schaden ersetzen. Diese beiden Werte gibt beispielsweise ein Kostenvoranschlag nicht an. In solchen Fällen kann der Schaden daher nur mittels Gutachten beziffert werden.

Gutachter der gegnerischen Versicherung sollte man keinesfalls akzeptieren

Oft erlebt man, dass die gegnerische Versicherung versucht, selbst einen Sachverständigen zu beauftragen, der den eingetretenen Schaden ermittelt. Darauf sollte man sich nach einem Unfall als Geschädigter unter keinen Umständen einlassen.

Denn der durch die Versicherung beauftragte Sachverständige handelt nicht im Auftrag des Geschädigten, also auch nicht in dessen Interesse. Er wird damit im Zweifel eher den Schaden niedriger beziffern, als dies ein Gutachter täte, der im Interesse des Geschädigten handelt.

Der Unfallgeschädigte hat außerdem das Recht, sich einen Sachverständigen seiner Wahl selbst auszusuchen. Die Kosten dafür muss also die gegnerische Versicherung auch dann tragen, wenn sie selbst den Gutachter nicht beauftragt hat.

Anwalt für die Abwicklung mit der Versicherung

Ein weiterer Bestandteil professioneller Unfallhilfe ist es, die Abwicklung mit der gegnerischen Versicherung durch einen Rechtsanwalt durchführen zu lassen. Denn auch die hierfür entstehenden Kosten muss die gegnerische Versicherung am Ende bezahlen. Der Rechtsanwalt bietet aber bei einem Unfall als Geschädigter folgende Vorteile:

  • Der Rechtsanwalt erledigt den „Papierkram“, der ansonsten für Unfallgeschädigte eher unübersichtlich wird
  • Die gegnerische Versicherung kann keine unberechtigten Kürzungen vornehmen, wenn der Geschädigte anwaltlich vertreten ist
  • Den Rechtsanwalt muss der Unfallgeschädigte nicht aus der eigenen Tasche bezahlen, sondern diese Kosten fallen ebenfalls der Versicherung zur Last

Ersatzfahrzeug während der Reparatur oder bis zur Ersatzbeschaffung

Häufig kommt es vor, dass Unfallopfer auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, um damit zum Beispiel zur Arbeit zu fahren. Wenn durch einen Verkehrsunfall das Fahrzeug ausfällt, weil es in Reparatur oder insgesamt nicht mehr fahrfähig ist, dann hat der Unfallgeschädigte das Recht, für diese Zeit einen angemessenen Ersatzwagen anzumieten. Er kann hierauf aber auch verzichten und stattdessen die Nutzungsausfallentschädigung in bar verlangen, die der Sachverständige ermittelt hat.