Fahrsicherheit im Herbst — ein Ratgeber für die Verkehrssicherheit

Was Sie für die Fahrsicherheit im Herbst tun können

Alljährlich neigt sich der Sommer dem Ende zu, das Wetter wird schlechter, die Niederschläge nehmen zu, die Temperatur fällt und die Rutschgefahr auf der Straße nimmt zu.

Eine Begleiterscheinung des Herbstes ist für Verkehrsteilnehmer das stärkere Unfallrisiko. Wie die Fahrsicherheit im Herbst erhöht werden kann, zeigt der Beitrag des Deutschen Schadendienstes.

Typische Gefahren für die Fahrsicherheit im Herbst

Eingeschränkte Sicht

Eine der häufigen Unfallursachen im Herbst ist die im Verhältnis zum Sommer eingeschränkte Sicht. Diese wird beeinflusst duch:

  • Tiefer stehende Sonne
  • Regen
  • Nebel
  • Kürzere Tageszeit

Um gegen Regen und Nebel ausreichend gewappnet zu sein, sollten gegen Ende des Sommers immer die Scheibenwischer und die Lichtanlage am Fahrzeug überprüft werden.

Im Zweifel sollten die Wischerblätter ausgetauscht werden. Wenn ein Defekt an der Lichtanlage besteht, sollte dieser sowieso sofort behoben werden.

Gegen die im Herbst tiefer stehende Sonne hilft die Sonnenblende sowie ggf. eine Sonnenbrille. Und natürlich ist angepasste Geschwindigkeit immer eine probate Möglichkeit, die Fahrsicherheit zu erhöhen.

Bei Beeinträchtigungen der Sicht gilt übrigens die Faustregel: Beträgt die Sicht weniger als 50 Meter, darf die Geschwindigkeit 50 km/h nicht überschreiten.

Rutschige Fahrbahn

Neben Beeinträchtigungen des Sichtfeldes stellen auch rutschige Fahrbahnen eine Gefahr für die Fahrsicherheit im Herbst dar.

Die Ursachen hierfür können sein:

  • Laub auf der Fahrbahn
  • Frost
  • Wasser auf der Fahrbahn (Aquaplaning)

Daher gilt gegen Ende des Sommers: Überprüfen Sie das Reifenprofil. Abgefahrene Reifen sollten nicht erst dann ersetzt werden, wenn sie den gesetzlichen Erfordernissen nicht mehr genügen.

Auch mit optimal verkehrssicheren Reifen ist angepasste Geschwindigkeit das wesentliche Instrumentarium, um die Fahrsicherheit im Herbst zu erhöhen. Fahren Sie lieber etwas langsamer, wenn die Temperatur unter 5° Celsius liegt, es regnet oder Sie eine Straße durchqueren, an der sich Bäume befinden.

Wildtiere auf der Fahrbahn

Der Herbst bringt längere Dämmerungszeiten mit sich, in denen Wildtiere gerne bei einem Wildwechsel die Fahrbahn überqueren. Achten Sie daher im Herbst verstärkt darauf, ob Wildtiere am Fahrbahnrand erkennbar sind. Fahren Sie bei bekannten Wildwechseln lieber etwas vorsichtiger und sollte ein Wildtier vor Ihnen auf der Fahrbahn zum Stillstand kommen, blenden Sie ab, damit das Tier nicht geblendet stehen bleibt.

Sollte Ihr Fahrzeug durch ein Wildtier beschädigt werden, ist dies bei der Polizei zu melden, da Sie sich ansonsten unter Umständen der Wilderei strafbar machen. Bremsen Sie übrigens wegen eines kleinen Wildtieres (z.B. eines Hasen) so stark ab, dass der nachfolgende Verkehr deshalb auf Ihr Fahrzeug auffährt, könnte es sein, dass Sie ein Mitverschulden an dem Unfall trifft. Überlegen Sie daher beim plötzlichen Auftreten eines Wildtieres gut, welche Reaktion für die Verkehrssicherheit die richtige ist.